Stefan Ziegler präsentiert Finanzminister Füracker die Vision von der Stadt aus Holz | OberpfalzECHO

2022-07-29 09:03:00 By : Ms. Sunny Gao

Plößberg. Albert Füracker ist schwer beeindruckt: Beim Blick auf die Baumstämme, die vor der Fassade am Hauptsitz der Ziegler Group in den Himmel ragen, sagt der bayerische Finanzminister: „Das Gebäude ist eine Sensation.“

Finanzminister Albert Füracker ist erstmals zu Besuch bei Stefan Ziegler, Geschäftsführer des Plößberger Holzriesen. Doch nicht nur das Verwaltungsgebäude der Ziegler Group, vom Architekturbüro Brückner & Brückner imposant inszeniert und mit gleich zwei Preisen des renommierten Awards für Marketing + Architektur im schweizerischen Bern ausgezeichnet, begeistert den Oberpfälzer CSU-Bezirksvorsitzenden.

„Ich habe heute Stefan Ziegler und sein Unternehmen en detail kennengelernt, und bin bass erstaunt, was junge Unternehmer in unserer Region auf die Beine stellen.“ Er habe mit dem Namen Ziegler bisher vor allem das Sägewerk verbunden. Nach der Präsentation des Firmenchefs stellt Füracker fest: „Da steckt viel mehr dahinter – ein innovatives Gesamtkonzept, das Holz vom Rohstoff bis zum veredelten Endprodukt beinhaltet.“

Die Strategie hinter dem Unternehmen: Ziegler will eine Bauwende hin zum Holzbau anstoßen, um auf diesem Sektor einen relevanten Beitrag zur Senkung des Treibhauseffekts und zum Klimaschutz zu leisten. „Man wird auch künftig nicht alles in Holz bauen“, schränkt Füracker ein, „aber im Holzbau ist auf jeden Fall alles möglich – sogar Hochhäuser.“

Ziegler hatte dem Minister zuvor seine Vision präsentiert. „Es ist an der Zeit, nachhaltig mit Holz auch in die Höhe zu bauen“, sagt Ziegler, der am liebsten großflächig Holz als Alternative im Siedlungsbau einsetzen würde, zu OberpfalzECHO. Allerdings: „Wenn wir immer mehr mit Holz bauen, wird auch dieser nachwachsende Rohstoff knapp“, blickt er voraus. „Wir können ein Produkt entwickeln, bei dem wir den Holzverbrauch halbieren.“

Das Bauprojekt Seepromenade in Kemnath etwa bietet Ziegler eine Gelegenheit, die hölzerne Stadt in allen Spielarten durchzudeklinieren: Miets-, Reihen- und Einfamilienhäuser, Villen, ein Hotel, Gewerbebauten und ein abbaubares Parkhaus. „Das nachhaltige Baumaterial Holz wird in einer kunststofffreien, diffusionsoffenen Wand verbaut“, erklärt der Investor. „Damit ist garantiert, dass keine chemischen Konservierungs- und Lösemittel Biozide oder Zusätze das Raumklima negativ beeinflussen.“

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